Presse Hauff Fossils

Neuer Artikel im internationalen Wissenschaftsmagazin „Nature“

Warmblütige Ichthyosaurier:

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Johan Lindgren aus Stockholm hat die Zusammensetzung des Hautgewebes eines Ichthyosauriers aus der Sammlung des Urweltmuseums Hauff in Holzmaden untersucht. Die Ergebnisse wurden in der internationalen Fachzeitschrift Nature im Dezember 2018 publiziert.

Ichthyosaurier sind ausgestorbene Meeresreptilien, die an heute lebende Zahnwale wie zum Beispiel Delphine erinnern. Die äußerliche Ähnlichkeit dieser fossilen Saurier deutet darauf hin, dass beide Gruppen ähnliche Strategien entwickelt haben, um sich an das Leben im Meer anzupassen.

Bernhard Hauff senior (1866 – 1950) gelang es 1892 als erstem, einen Ichthyosaurier mit Weichteilen und Hautresten unter dem Mikroskop zu präparieren.

Der für die Studie untersuchte Ichthyosaurier gehörte zur Gattung Stenopterygius. Er lebte in der frühen Jurazeit vor ungefähr 180 Millionen Jahren und war ca. 120 cm lang. Sein Lebensraum war ein Flachmeer der Tethys, das damals große Teile Süddeutschlands bedeckte.

Die Forscher fanden organische Reste der glatten Haut des Tieres, die aus unterschiedlichen Schichten aufgebaut war. Auch konnten darunter noch die fossilen Relikte einer Speckschicht (Blubber) identifiziert werden. Solche Fettpolster isolieren die Tiere gegen die Kälte, unterstützen den Auftrieb und dienen als Energiespeicher. Ihr Nachweis an dem Ichthyosaurier zeigt, dass diese Reptilien warmblütig waren, wie schon lange vermutet wurde. Bisher war es jedoch schwierig, diese und andere Ähnlichkeiten zu heute lebenden Tieren zu bestätigen, da die Fossilien unzureichend erhalten waren. Dieser Nachweis gelang nun an einem Ichthyosaurier aus dem Schieferbruch Kromer in Ohmden.

Zudem fanden die Forscher heraus, dass die Ichthyosaurierhaut einst in einer Weise pigmentiert war, die den Tieren eine helle Unterseite und eine dunklere Oberseite verlieh. In der fossilen Haut des Sauriers konnten man die stark verzweigten Pigmentzellen noch klar erkennen. Tatsächlich war darin noch der Farbstoff Melanin chemisch nachweisbar, der in vielen heute lebenden Tieren auftritt und beim Menschen beispielsweise für die dunkle Färbung der Haut und der Haare zuständig ist. Eine Farbverteilung mit heller Unterseite und dunkler Oberseite tritt auch bei Walen sowie vielen anderen Meerestieren auf. Sie kann als Tarnung wirken, beim Aufenthalt an der Wasseroberfläche vor UV-Licht schützen und die Wärmeregulierung unterstützen.

Der Original-Artikel vom 5.12.2018:

https://www.nature.com/articles/s41586-018-0775-x

Hier kommen Saurier ans Licht

Zum 25-jährigen Firmenjubiläum unseres Präparators Klaus Nilkens berichtete der Teckbote:
Klaus_Jubiläum

Saurier-Drama im Jurameer

Urzeit – Ein rätselhafter Fund aus der Zeit vor 180 Millionen Jahren beschäftigt die Wissenschaft: Welches Monster hat den Ichthyosaurier derart zugerichtet? Sonderausstellung im Urwelt-Museum Hauff in Holzmaden

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Schaufenster in die Urzeit

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deren unterschiedliche Schichten man in Schwarzen, Braunen und
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Meer war voller Lebewesen, doch auch wenn keine dieser Arten bis
heute überlebte, gibt es stumme Zeugen dieser Vergangenheit.

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Das Rätsel um die toten Riesenfische

Versteinerte Speiballen – wer war der Räuber (Who done it?)

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Publikation hier als PDF herunterladen:

Die FAZ berichtete hierzu in ihrer Ausgabe vom 3. April 2013

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Fischsaurierfund mit Krimifaktor – Neues Ichthyosaurier-Exponat im Urweltmuseum Hauff Holzmaden gibt Rätsel auf

Es ist weder fertig präpariert noch das perfekte Museumsstück:
Trotzdem können Besucher ab sofort ein neues Ichthyosaurier-Exponat
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– über dessen rätselhaftes Schicksal spekulieren.
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AD Special BEST OF GERMANY – Urzeit für den Salon

Auf einer riesigen zugenagelten Holzkiste steht „Eurhinosaurus, Hinterteil“. Drum herum stapeln sich Paletten und Styroporplatten in der Museumswerkstatt. Ihr Leiter Rolf Bernhard Hauff hebt den Deckel einer Box. Drin liegt eine Schieferplatte, groß wie ein Badteppich, mit einem kleinen Ichthyosaurier, einer Fischechse. Jeder Knochen, seine filigranen Flossenstrahlen, sogar die scharfen Zähne wölben sich aus dem Stein – ein schönes Wildes Tier…

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Museumskultur – Urzeit für die eigenen vier Wände.

Die Gegend von Holzmaden, Ohmden, Zell und Bad Boll am Fuße der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg ist weltbekannt als Fundgebiet für Fossilien aus dem Schwarzen Jura…

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