Seelilien

Seelilien

Seelilien sind die vielleicht schönsten Fossilien der Posidonienschiefer von Holzmaden. Trotz ihres Namens und Aussehens handelt es sich nicht um Pflanzen, sondern um Meerestiere, genauer gesagt um Stachelhäuter.
Ein ausgewachsenes Seelilientier besteht aus einer Krone mit fünf vielfach verzweigten Armen und einem Kelch an der Basis. In der Krone befindet sich ein Filterorgan, um Meeresplankton als Nahrung aufzunehmen. Die Seelilien lebten entweder in Kolonien an Treibhölzer angeheftet oder als Einzeltiere im Meerwasser driftend, aber nie am Boden festgewachsen.
Die größte Seelilienkolonie, die weltweit je gefunden und präpariert wurde, ist im Urweltmuseum Hauff ausgestellt. Sie ist 18 x 6 Meter groß. Sie wuchs an einem 12 Meter langen Treibholz fest. Ihre Präparation dauerte 18 Jahre.